1923 zerfiel das Ersparte von Millionen Deutschen zu wertlosem Papier. Ein Brot kostete Milliarden – und ein einziger Mann kaufte in diesem Chaos Zechen, Stahlwerke, Schiffe und ganze Industriezweige.
Hugo Stinnes war der mächtigste Industrielle der Weimarer Republik. Über 1.500 Unternehmen, fast 3.000 Betriebe, rund 600.000 Angestellte – ein Imperium, das er nicht trotz der Hyperinflation aufbaute, sondern genau wegen ihr. Dieses Video erklärt die simple, aber erschreckende Mechanik dahinter: Warum der Schuldner in einer Inflation gewinnt, während der Sparer alles verliert. Und wie Stinnes diese Logik konsequenter ausnutzte als irgendjemand sonst – mit billigen Reichsbankkrediten, stabilen Devisen und einem Gespür für vertikale Integration, das seinesgleichen suchte. Doch die Geschichte hat eine zweite Hälfte: Das Imperium überlebte seinen Erbauer kaum. Nur ein Jahr nach Stinnes‘ Tod zerbrach es so vollständig, wie es gewachsen war. Was das über Macht, Geld und die Fragilität von Systemen sagt, die auf Chaos gebaut sind – darum geht es in dieser Dokumentation.
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Der Beitrag verfällt am 29.01.27 06:20.

