Seit dem 1. Januar 2015 gilt in Deutschland ein gesetzlicher Mindestlohn. Doch was war davor? Über hundert Jahre lang, durch das Kaiserreich, zwei Weltkriege und das Wirtschaftswunder, gab es keine einzige staatlich festgelegte Lohnuntergrenze.
Dieses Video erzählt, wie das möglich war, wer in dieser Zeit wirklich über die Löhne herrschte, und warum Deutschland einen Weg einschlug, den kaum ein anderes Land so konsequent verfolgte. Die Geschichte beginnt im 19. Jahrhundert, in den Fabriken der frühen Industrialisierung, wo Arbeiter und Kinder für Hungerlöhne schufteten, ohne jede rechtliche Absicherung. Sie führt durch den zähen Kampf um die Koalitionsfreiheit, durch die Entstehung der Gewerkschaften und das System der Tarifverträge, das schließlich an die Stelle eines staatlichen Mindestlohns trat. Und sie endet mit der Frage, was sich verändert haben musste, damit der deutsche Staat nach über einem Jahrhundert des Heraushaltens doch noch eingriff.
Ein dokumentarischer Blick auf eine der grundlegendsten, aber am wenigsten diskutierten Fragen der deutschen Wirtschaftsgeschichte: Wer entscheidet, was eine Stunde Arbeit wert ist?
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Der Beitrag verfällt am 01.01.27 05:49.
