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Wenn man über die Geschichte der künstlichen Intelligenz spricht, führt an einem Namen kaum ein Weg vorbei: Marvin Minsky. Er gehörte zu jenen Forschern, die 1956 bei der legendären Dartmouth-Konferenz dabei waren — jenem Treffen, bei dem der Begriff „Artificial Intelligence“ geprägt wurde. Minsky wurde später Professor am MIT und gilt bis heute als einer der Gründerväter der KI-Forschung.

Genau dieser Marvin Minsky taucht in den Epstein-E-Mails an einer entscheidenden Stelle auf.
Am 6. Juni 2007 schreibt Minsky an Jeffrey Epsteins Assistentin Lesley Groff. Der Betreff der E-Mail lautet: „Brooklyn Project“. Schon das allein ist bemerkenswert. Denn hier schreibt nicht irgendein Randkontakt, sondern einer der wichtigsten KI-Pioniere des 20. Jahrhunderts über ein Projekt, das offenbar mit Jeffrey Epstein verbunden war.

In der Mail heißt es sinngemäß: Hal Abelson wolle Direktor werden. Gemeint ist Harold „Hal“ Abelson, ebenfalls Professor am MIT, Informatiker, Mathematiker und eine bekannte Figur im Umfeld von Computerwissenschaft, Bildungstechnologie und freier Software. Damit standen plötzlich zwei MIT-Professoren in Verbindung mit einem Projekt, das den Namen Brooklyn Project trug.

Die entscheidende Frage lautet: Was war dieses Projekt?

Die Antwort findet sich in derselben E-Mail. Minsky schreibt, er hänge zwei Kopien eines Vorschlags an. Und dieser Projektentwurf trägt die Überschrift: „The Brooklyn Project“. Als Autoren erscheinen Hal Abelson, Marvin Minsky und Gerald Sussman — ebenfalls MIT-Professor und gemeinsam mit Abelson durch Arbeiten zur Informatik bekannt.

In diesem Entwurf wird das Brooklyn Project als ein auf sechs Jahre angelegtes Vorhaben beschrieben. Ziel sei die Entwicklung einer groß angelegten allgemeinen Intelligenz, basierend auf dem Modell, das Marvin Minsky über Jahrzehnte hinweg verfeinert hatte. Anders gesagt: Das Brooklyn Project sollte kein gewöhnliches Forschungsprogramm werden. Es ging nicht um eine einzelne Software, nicht um eine App, nicht um ein technisches Spielzeug. Es ging um den Versuch, künstliche allgemeine Intelligenz zu erschaffen.

Die geistige Grundlage dafür war Minskys Theorie aus „The Society of Mind“. In diesem Buch beschreibt er den menschlichen Geist nicht als ein einheitliches Zentrum, sondern als Zusammenspiel vieler kleiner Prozesse, Agenten und Teilsysteme. Genau dieses Modell sollte offenbar zur Vorlage für eine neue Maschinenintelligenz werden.
Damit rückt Epstein in ein völlig anderes Licht.

Er war hier nicht nur Finanzier, Gastgeber oder Netzwerker. Er bewegte sich im Umfeld jener Männer, die den künstlichen Geist nicht nur diskutierten, sondern bauen wollten.
Das Brooklyn Project war damit kein Nebensatz. Es war der Versuch, das Denken selbst technisch nachzubilden.

QUELLENHINWEIS: NuoFlix.TV

Der Beitrag verfällt am 07.11.26 02:43.

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