Der Historiker und Zivilisationsforscher Prof. Dr. David Engels beschäftigt sich mit der Vergangenheit, um Muster der Zukunft zu erkennen. Seit mehr als einem Jahrzehnt untersucht er strukturelle Parallelen zwischen dem heutigen Europa und der späten römischen Republik.
Im Gespräch mit Markus Langemann erklärt Engels, warum er unsere Gegenwart als Teil einer größeren Zivilisationskrise betrachtet. Er spricht über demografische Entwicklung, Desindustrialisierung, Masseneinwanderung, soziale Polarisierung, Technokratie und den Verlust traditioneller Bindungen – Faktoren, die er auch in anderen späten Hochkulturen erkennt.
Besonders kritisch sieht er die Entfremdung jüngerer Menschen von der europäischen Geschichte. Viele bewegten sich, so Engels, durch ihre eigene kulturelle Umgebung beinahe „wie Fremde“. Für ihn ist die Frage nach historischer Identität deshalb keine nostalgische Debatte, sondern eine zentrale Zukunftsfrage.
Am 6. November 2026 eröffnet Prof. Dr. David Engels den inhaltlichen Teil von B-SAFE26 VIENNA im Palais Niederösterreich. Dort wird die Debatte weitergeführt: Was folgt aus dieser Diagnose? Wie können Menschen, Unternehmen und Gesellschaften mit den kommenden Veränderungen umgehen?
Weitere Informationen zu B-SAFE26: bsafe26.com
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00:00 Fremd in der eigenen Zivilisation
00:24 Was kann uns Geschichte über die Zukunft sagen?
01:43 Wiederholt sich Geschichte?
03:55 Müssen Hochkulturen irgendwann untergehen?
06:41 Kulturelles Ausbrennen und technologische Stagnation
07:26 KI und die Frage nach dem Kipppunkt
09:50 Die Parallelen zwischen Europa und dem alten Rom
11:59 David Engels 2013 gegen David Engels 2026
12:28 Die Ohnmacht Europas
14:07 Europas Verhältnis zur eigenen Geschichte
16:18 Ohne Identität keine Erneuerung?
18:24 Junge Europäer als Fremde in der eigenen Kultur
19:56 Geschichtsvergessenheit und Demokratie
20:34 B-SAFE26 VIENNA
Quellenverweis:
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Foto Langemann: Shaheen Thaha
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Der Beitrag verfällt am 24.12.26 03:25.
