In Kissler Kompakt (KK 359) analysiert Alexander Kissler, wie die etablierten Medien nach dem Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt reagieren – und warum ihre Empörung das Gegenteil des Beabsichtigten bewirkt. Seine These: Die alten Medien sind zu Gästen in der Wirklichkeit geworden, die zugleich deren Richter sein wollen – ein Anspruch, der bereits gescheitert ist.
Im Fokus stehen die Panik-Cover von Spiegel, Stern und Focus, die zum Piepen geratene Inszenierung Ulrich Siegmunds als „gefährlichster Mann Deutschlands", die von Weidel und Siegmund als Wahlwerbung gefeierten Titelbilder, die Machtergreifungs-Rhetorik und NS-Analogien der Titelgeschichten sowie die vielsagenden Roland-Koch-Interviews, in denen ein Wahlergebnis für „nicht absehbar" erklärt und den Ostdeutschen ein Nasenstüber verpasst wird. Kissler zeigt, wie aus Haltungsjournalismus unfreiwillige Reklame für die AfD wird.
👉 Warum verwandelt sich die mediale Empörung über die AfD immer wieder in kostenlose Wahlwerbung für sie?
👉 Was verrät es über den Zustand der alten Medien, wenn 44 Prozent der Wähler kurzerhand aus dem Kreis der „Demokraten" hinausdefiniert werden?
👉 Und kann ein Journalismus, der Gast in der Wirklichkeit ist und zugleich ihr Richter sein will, das Vertrauen der Bürger überhaupt zurückgewinnen?
Kissler Kompakt – der erste Kommentar des Tages.
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Der Beitrag verfällt am 16.01.27 03:15.
