Mehr als 60.000 illegale Migranten sollen innerhalb weniger Stunden die spanische Exklave Ceuta gestürmt haben. Spaniens Innenministerium spricht von rund 50.000, der Regierungschef der Stadt, Juan Jesús Vivas, von bis zu 60.000. Damit drang an einem einzigen Tag eine Menschenmenge ein, die einem Großteil der Bevölkerung Ceutas entspricht. Die Invasion von 2021 mit rund 8.000 Grenzbrechern wirkt dagegen wie eine Vorübung. Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez sprach inzwischen selbst von einem Angriff und einer Verletzung der territorialen Integrität seines Landes. Damit nähert sich sogar Madrid endlich dem zutreffenden Begriff: Invasion.
Reporter Marco Pino berichtet für Tichys Einblick exklusiv aus der belagerten Stadt. Nach Gesprächen und eigenen Beobachtungen hält er die höhere Schätzung für plausibel: „60.000 ist eine realistische Einschätzung.“ Pino hat zuvor an der Balkanroute und auf der italienischen Migranteninsel Lampedusa recherchiert.
Sein Urteil über die Lage in Ceuta fällt eindeutig aus: „So etwas habe ich noch nie gesehen.“
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Der Beitrag verfällt am 02.12.26 03:22.
