Donald Trump bedankt sich öffentlich bei Wladimir Putin. Für Diesel. Wenige Wochen zuvor hatte er noch das schärfste Russland-Sanktionsgesetz seiner Amtszeit unterschrieben.
Was ist da passiert? Ein Geschäft fällt kaum ins Gewicht, denn die Menge reicht in den USA für gut neun Tage. Ist es also ein politisches Signal? Wer jetzt russische Raffinerien angreift, handelt gegen amerikanische Interessen. Bricht gerade der Weltfrieden aus – für neun Tage?
Der Filmemacher Wilhelm Domke-Schulz, Chefredakteur von Berlin247, sieht dahinter vor allem Interessenpolitik. Er erklärt, welche Gegenleistung Moskau für den Diesel erwarten dürfte, warum Kiew sich als Nebelwand benutzt sieht und weshalb Brüssel trotzdem stur auf Kurs bleibt. Und er sagt, woher eine Wende kommen könnte: aus dem Osten der Bundesrepublik, gestützt auf den Zwei-plus-Vier-Vertrag. Wer behauptet, alle säßen im selben Boot, übersieht nach seinen Worten etwas: „Sicher sitzt der Galeerensklave im selben Boot wie der Kaufmann, dem das Boot gehört."
Hat sich Europa verzockt? Und wer hat am Ende den längeren Atem?
Norbert Fleischer fragt nach – bei YouNost, dem ostdeutschen Magazin für alle, die Antworten auf die richtigen Fragen erwarten.
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Der Beitrag verfällt am 14.02.27 02:43.

