„Kommentar:
Wir können hoffen, dass es uns nicht so hart trifft, da nur etwa 20 % der Lieferungen über die Straße von Hormus zu uns gelangen – im Gegensatz zu rund 80 % in Asien.
❗️ Dennoch dürfte die Lage zumindest preislich spürbar unangenehm werden. Und je länger die Blockade andauert, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit weiterer Einschränkungen bis hin zu einem möglichen Lockdown.“
CHECK:
❗️ Hier eine Übersicht über die wichtigsten Notmaßnahmen in den betroffenen Ländern (vor allem Süd- und Südostasien, aber auch Ostasien).
Die Maßnahmen dienen der Energieeinsparung, Priorisierung kritischer Bereiche und Vermeidung von Blackouts:
❗️ 1. Verkürzte Arbeitszeiten / 4-Tage-Woche
Philippinen: Nationale Energie-Notlage ausgerufen; 4-Tage-Woche für Regierungsmitarbeiter; Homeoffice-Empfehlungen.
Sri Lanka: 4-Tage-Woche für viele Staatsbedienstete.
Pakistan: 4-Tage-Woche für Regierungsangestellte; Mittwoch teilweise als zusätzlicher freier Tag.
Bangladesch: Verkürzte Arbeitszeiten in Teilen der Verwaltung; Universitäten und Schulen teilweise geschlossen oder auf Online-Unterricht umgestellt.
❗️ 2. Treibstoff-Rationierung
Sri Lanka: QR-Code-basiertes National Fuel Pass-System; Privatfahrzeuge nur noch ca. 15–25 Liter Benzin pro Woche; strengere Limits für Tuk-Tuks und Lkw.
Myanmar: „Gerade-Ungerade“-System nach Kennzeichen (an einem Tag nur ungerade, am nächsten nur gerade Kennzeichen dürfen tanken).
Bangladesch: Treibstoff-Rationierung eingeführt nach Panikkäufen; Verkaufsbeschränkungen.
Indonesien: Rationierung angekündigt; Subventionen für Kraftstoff erhöht, um Preisanstiege abzufedern.
Kambodscha: Teilweise Schließung von Tankstellen (ca. ein Drittel).
Weitere Länder (z. B. Vietnam, Thailand): Empfehlungen zu Carpooling, kürzeren Fahrten und reduziertem Privatverkehr.
❗️ 3. Stromsparmaßnahmen und Blackouts
Bangladesch: Geplante Rolling Blackouts (bis zu 5 Stunden täglich in Haushalten); Priorisierung von Strom für die Textilindustrie (wichtigster Exportsektor); vier von fünf Düngemittelfabriken stillgelegt, um Gas für Kraftwerke umzuleiten.
Thailand: Aufruf, Klimaanlagen auf 26–27 °C zu stellen; weniger Aufzugnutzung; Treppensteigen empfohlen; TV-Moderatoren demonstrierten öffentlich das Ausziehen von Jacketts, um Energie zu sparen.
Philippinen: Klimaanlagen-Temperatur auf mind. 24 °C begrenzt; Computer in Büros während Pausen ausschalten.
Pakistan, Bangladesch, Sri Lanka: Frühere Schulferien oder Schulschließungen zur Energieeinsparung; Universitäten geschlossen.
❗️ 4. Industrie- und ProduktionsanpassungenFabriken und energieintensive Branchen (z. B. Petrochemie, Düngemittel, Textil) fahren Produktion herunter oder schließen teilweise.
Exportbeschränkungen für Kraftstoffe und Vorprodukte (z. B. Naphtha in Südkorea) zum Schutz der eigenen Versorgung.
In mehreren Ländern: Priorisierung von Treibstoff für Landwirtschaft, Fischerei, Tourismus und kritische Logistik.
❗️ 5. Weitere MaßnahmenAusbau „schmutziger“ Energien (kurzfristig): Mehr Kohleverstromung (Südkorea verzögert Kohlekraftwerks-Abschaltungen;
Philippinen, Thailand, Bangladesch und Indien fahren Kohlekraftwerke hoch); teilweise Rückgriff auf schwerere, schmutzigere Kraftstoffe.
❗️ Strategische Reserven anzapfen: Japan hat große Mengen aus seinen Reserven freigegeben; China nutzt seine umfangreichen Lagerbestände.
Alternative Beschaffung: Stärkere Nutzung russischen Öls (wo Sanktionsausnahmen gelten); Diversifikation von Lieferquellen; Diplomatie für alternative Routen (z. B. Pipelines).
❗️ Subventionen und Preiskontrollen: In Ländern wie Indonesien, Malaysia, Thailand werden Kraftstoffsubventionen erhöht, um soziale Unruhen zu vermeiden.
❗️❗️ Öffentliche Appelle: Weniger Reisen, kürzere Duschen, Handy tagsüber laden, weniger Beleuchtung (z. B. Straßenbeleuchtung, Werbetafeln in Sri Lanka abschalten).
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Der Beitrag verfällt am 07.08.26 05:53.

