Samstag, 12. August 1961: In Marienfelde stehen Tausende Menschen Schlange. Wenige Stunden später rollt der Stacheldraht an. Offiziell baute die DDR einen antifaschistischen Schutzwall. Doch in den internen Papieren der SED steht etwas anderes: Es ging um Geld.
In dieser Dokumentation öffnen wir die Akte des Mauerbaus von 1961 und folgen der verborgenen Mechanik von Geld und Macht. Wir gehen zurück zur Währungsreform von 1948, zu zwei Währungen in einer geteilten Stadt und zu einem Wechselkurs, den keine Regierung verordnen konnte. Wir zeigen, warum West-Berlin über ein Jahrzehnt lang das letzte offene Tor in den Westen blieb und wie rund 2,8 Millionen Menschen die DDR verließen, etwa jeder Siebte.
Entscheidend war nicht nur, wie viele gingen, sondern wer ging: junge Facharbeiter, Ärzte, Wissenschaftler, Menschen, in deren Ausbildung der Staat investiert hatte. Dazu kamen Grenzgänger, Schwarzmarkt und Abwerbung von Arbeitskräften. Ein Staat der Arbeiter mauerte seine Arbeiter ein, nicht weil sie ihn angriffen, sondern weil sie gingen.
Die Fragen dieses Films: Was kostete die DDR ein Mensch, der in den Westen ging? Wie konnte ein Wechselkurs einen ganzen Staat ins Wanken bringen? Und wie kam es, dass durch die Mauer am Ende Milliarden flossen?
Quellen: Bundeszentrale für politische Bildung, interne SED-Berichte. Abonniere den Kanal, wenn dich die wirtschaftlichen Hintergründe der Geschichte interessieren, und schreib uns in die Kommentare, welche Akte wir als Nächstes öffnen sollen.
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Der Beitrag verfällt am 02.03.27 07:33.

