Bis 1916 kannte Deutschland keine allgemeine Umsatzsteuer. Heute zahlst du auf fast jeden Einkauf bis zu 19 Prozent. Wie konnte aus einer kleinen Kriegsabgabe die wichtigste Steuer des Landes werden?
Im Juni 1916 beschließt der Reichstag mitten im Ersten Weltkrieg einen Warenumsatzstempel von einem Zehntel Prozent. Ein Notbehelf, geboren aus der leeren Kriegskasse. Heute bringt die Umsatzsteuer rund 310 Milliarden Euro im Jahr ein, fast ein Drittel aller Steuereinnahmen.
In diesem Video öffnen wir die Akte dieser Steuer und gehen den Fragen nach: Wie bezahlte das Kaiserreich seine Rechnungen ohne Umsatzsteuer? Warum gehörten die großen Steuern den Ländern und nicht dem Reich? Welche Rolle spielten Salzsteuer, Zölle und Verbrauchsteuern auf Tabak, Branntwein und Schaumwein? Wie funktionierten das preußische Dreiklassenwahlrecht und die Steuerreform unter Johannes von Miquel? Und warum entschied sich das Reich im Ersten Weltkrieg für Schulden statt Steuern, mit Karl Helfferich im Reichsschatzamt?
Eine Geschichte über Finanzpolitik, Föderalismus und die verborgene Mechanik von Geld und Macht.
Kapitel:
00:00 Der Kassenbon und die Steuer, die niemand liest
02:00 Juni 1916: Der Stempel auf den Warenumsatz
04:00 Das Kaiserreich: Ein Bund ohne zentrale Steuermacht
08:00 Zölle, Salz und Matrikularbeiträge
12:00 Der Krieg kostet mehr als jeder Haushalt
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Der Beitrag verfällt am 23.02.27 06:06.

