657 Millionen Euro jedes Jahr – nicht von Kirchenmitgliedern, sondern von allen Steuerzahlern. Bezahlt an die Kirchen, weil Napoleon vor über 200 Jahren die Landkarte Europas neu zeichnete.
Dieses Video öffnet die Akte einer der ältesten und unbekanntesten Zahlungsverpflichtungen Deutschlands: die sogenannten Staatsleistungen. Ihr Ursprung liegt im Reichsdeputationshauptschluss von 1803, als der Staat der Kirche ihr gesamtes Land und Vermögen wegnahm – und dafür eine dauerhafte Entschädigung versprach. Seitdem zahlen die deutschen Bundesländer, egal ob die Empfänger Mitglieder haben oder nicht, egal welche Religion die Steuerzahler angehören.
Das Erstaunlichste daran: Die Weimarer Verfassung von 1919 schrieb ausdrücklich vor, diese Zahlungen zu beenden. Seit über hundert Jahren steht dieser Auftrag im Grundgesetz – und seit über hundert Jahren ist nichts geschehen. Seit 1949 sind so rund 22 Milliarden Euro geflossen.
Wir erklären, wie es dazu kam, warum der Staat seinen eigenen Verfassungsauftrag ignoriert, und wer in dieser Debatte welche Argumente hat. Dokumentarisch, ohne Polemik, mit den historischen Fakten.
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Der Beitrag verfällt am 02.02.27 06:06.

