CIA-Chef John Ratcliffe reist nach Moskau, kurz darauf treffen Steve Witkoff und Jared Kushner Wladimir Putin im Kreml. Sind das ernsthafte Schritte in Richtung Frieden – oder lediglich Teil einer langfristigen amerikanischen Strategie gegenüber Russland? Wolfgang Effenberger ordnet die Gespräche in die US-Militärdoktrin der vergangenen Jahre ein und verweist auf TRADOC-Papiere, in denen Russland und China ausdrücklich als strategische Gegner genannt werden.
Im Gespräch geht es außerdem um die Rolle Europas und Deutschlands: NATO-Ostflanke, PESCO, „Military Mobility“, neue Verkehrs- und Logistikkorridore, Großmanöver wie Defender Europe und die Frage, warum zivile Infrastruktur zunehmend auch für schnelle Truppenverlegungen ausgelegt wird. Effenberger sieht den Ukrainekrieg als internationalisierten Stellvertreter- und Abnutzungskrieg und warnt davor, Europa dauerhaft zum Operationsraum fremder Strategien werden zu lassen.
Gleichzeitig bleibt die entscheidende Frage offen: Führen die neuen Gesprächskanäle zwischen Washington und Moskau tatsächlich zu einer gesamteuropäischen Sicherheitsordnung – oder wird lediglich eine neue Phase der Konfrontation vorbereitet, in der der Krieg verwaltet statt beendet wird?
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Der Beitrag verfällt am 29.01.27 02:43.

