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Wann darf – oder muss – ein Soldat einen Befehl verweigern? In seinem Vortrag schildert der ehemalige Bundeswehrmajor Florian Pfaff seine persönliche Auseinandersetzung mit militärischem Gehorsam, Gewissensfreiheit und der Frage, wo für Soldaten die Grenze zwischen Befehl und Recht verläuft. Ausgangspunkt ist seine eigene Erfahrung während des Irakkriegs 2003: Pfaff erklärt, weshalb er angekündigt hatte, Befehle auf eine mögliche Beteiligung am Krieg zu prüfen, und wie der daraus entstandene Konflikt schließlich vor dem Bundesverwaltungsgericht landete.
Von dort spannt Pfaff einen weiten Bogen zu deutscher Außen- und Sicherheitspolitik, den NATO-Kriegen seit den 1990er-Jahren und zum Ukrainekrieg. Dabei vertritt er eine ausgesprochen kritische Sicht auf die Rolle westlicher Regierungen, der Bundeswehr und großer Medien. Er diskutiert unter anderem die NATO-Osterweiterung, die gescheiterten Verhandlungen nach Beginn des Ukrainekriegs sowie unterschiedliche Darstellungen des Massakers von Butscha.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Frage nach Propaganda und Kriegsbereitschaft: Wie entstehen Feindbilder? Welche Verantwortung tragen Politiker, Militärs und Medien? Und warum hält Pfaff militärischen Gehorsam nur dann für legitim, wenn er mit Recht, Verfassung und persönlichem Gewissen vereinbar ist?
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Der Beitrag verfällt am 23.01.27 02:43.

