In Kissler Kompakt (KK 345) kritisiert Alexander Kissler den Umgang der christlichen Kirchen mit dem Islam und dem interreligiösen Dialog. Seine These: Aus Toleranz und Verständigung werde zunehmend ein Verzicht auf den eigenen christlichen Wahrheits- und Missionsanspruch.
Anlass ist ein Beitrag des katholischen Theologen Marko Kuhn im SWR-Kultur-Format „Wort zum Tag“. Kuhn berichtet von einer Begegnung in Kenia und vertritt nach Kisslers Darstellung die Auffassung, Christen sollten Muslime nicht bekehren wollen, sondern ihnen helfen, „bessere Muslime“ zu werden.
Kissler sieht darin einen fundamentalen Widerspruch zum christlichen Missionsauftrag. Außerdem beschäftigt er sich mit dem 2019 von Papst Franziskus und dem Großimam von Al-Azhar unterzeichneten „Dokument über die Brüderlichkeit aller Menschen“ und dessen Aussagen zu religiöser Vielfalt und interreligiösem Dialog.
👉 Bedeutet interreligiöser Dialog, auf Mission und Bekehrung zu verzichten?
👉 Wie weit darf die Kirche anderen Religionen entgegenkommen, ohne ihren eigenen Anspruch aufzugeben?
👉 Und entfernen sich die Kirchen mit ihrer heutigen Verkündigung vom Kern des Christentums?
Kissler Kompakt – der erste Kommentar des Tages.
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Der Beitrag verfällt am 25.12.26 03:15.
