Politikjournalist und Roman-Autor? Wolfgang Herles kann beides. Mit seinem neuesten Roman „Poseidons Zorn“ erzählt er nicht nur eine Geschichte – er hält seiner eigenen Generation den Spiegel vor.
Die Boomer haben als „große Abkassierer“ das Land übernommen, doch hinterlassen ein Trümmerfeld aus politischem Versagen und Stillstand. Von den Fehlentscheidungen der Ära Kohl bis zum heutigen Agieren eines Friedrich Merz wird deutlich: Dieses System der Berufspolitiker ist am Ende.
Besonders bitter ist der Umgang mit der Erfahrung: Die systematische Altersdiskriminierung im deutschen Sozialstaat schiebt fähige Köpfe gnadenlos aufs Altenteil, während das Land dringend Kompetenz bräuchte. Herles lässt kein gutes Haar an verkrusteten Strukturen und fordert den radikalen Bruch mit einem Politikertypus, der nur noch sich selbst verwaltet:
„Dass jetzt aus diesen Selbstbefreiern eine Selbstfesselung geworden ist – ein Staat, der seinen Bürgern nicht mehr Freiheit gönnt, sondern ihm vorschreiben will, was er essen soll, was er denken soll, was er sagen darf.“ — Wolfgang Herles
Kapitel:
00:00 Journalismus und Literatur: Die zwei Gesichter des Wolfgang Herles
04:45 Altersdiskriminierung: Warum der Staat erfahrene Kräfte ausbremst
09:35 Die Boomer als Generation der großen Abkassierer
12:00 Friedrich Merz: Das nahende Ende des letzten Super-Boomers
17:40 Reform der Demokratie: Das Ende des Berufspolitikertums fordern
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QUELLENHINWEIS: Tichys Einblick
Der Beitrag verfällt am 09.12.26 03:20.
