Plastik-World, Plastik im Blut
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Verschiedene Sendungen zum Thema “PLASTIK”
Sendung “Newton” des ORF
Schwerpunktthemen:
- Plastik im Blut
- Alternative Bioplastik
- Plastik in den Weltmeeren: Ein Müllhalde halb so groß wie Mitteleuropa
Ob Kaffeemaschine, Babyschnuller, PC-Maus u. -Tastatur, Wasserflasche, Kleidung – alles ist aus Plastik. Damit es auch toll aussieht und recht lange hält, werden die Grundstoffe noch mit “Zusätzen” verfeinert – alles angeblich zum Nutzen und Vorteil des Kunden und Bürgers (ich lehne den Begriff “Verbraucher” ab). Die Risiken und Nebenwirkungen werden nicht in einer Testphase erprobt – nein, es wird sofort in die Produktion integriert. Es wird Zeit für ein Umdenken.
Plastik im Blut
95 von 100 Österreichern haben Kunststoffrückstände in ihrem Blut. In aktuellen Studien gelang es internationalen Forscherteams Spuren von Weichmachern und Flammschutz-mitteln im menschlichen Organismus nachzuweisen. Die Stoffe dürften über die Atemwege oder die Nahrungskette in den menschlichen Körper gelangen. Noch ist über die Auswirkungen auf den Organismus wenig bekannt. Sicher ist, dass der Stoff Bisphenol-A auf das Hormonsystem wirkt und in Tierversuchen zu Leberschädigungen oder Fettleibigkeit geführt hat. Im Gegensatz zu anderen Ländern ist ein Verbot solcher Substanzen in Österreich noch nicht angedacht. Über mögliche Auswirkungen von Plastik auf unseren Organismus berichtet Markus Mooslechner.
DIE Alternative: Bioplastik
Alles was wir wegwerfen, kommt in irgendeiner Form wieder zu uns zurück. Die gigantischen Mengen an Plastik und Kunststoff stören das ökologische Gleichgewicht und natürliche Kreisläufe unwiederbringlich. Forderung der Gegenwart sind somit kompostierbare und somit kreislauffähige Kunststoffe. Eine Vision? Mitnichten. Österreichischen Forschern ist es längst gelungen, Kunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen zu erzeugen, die mitunter bessere Eigenschaften aufweisen als Plastik aus Erdöl. Sie nutzen biologische Vorgänge und erzeugen abbaubares Plastik, das aus Stärke, Zucker oder Milchsäurebakterien erzeugt wird. Da jedoch auch diese Rohstoffe nicht umsonst sind, laufen zurzeit Forschungsprojekte an der TU Graz, in denen versucht wird, Abfallprodukte aus der Landwirtschaft oder Fleischindustrie als “Bioplastikerzeuger” einzusetzen. Apfeltrester aus der Saftherstellung oder Zuckerrübenschnitzel werden bislang entsorgt. Mit dem österreichischen Know-how können sie zu Kunststoffen verarbeitet und nach Gebrauch kompostiert werden. Die Bioplastikarten weisen dieselben und mitunter sogar bessere Eigenschaften als die unverrottbaren Erdöl-Polymere auf. Sie können als Verpackung, Folien, Beschichtungen, als voller Plastikersatz dienen. Dass es noch keine Handys, Rasierer, Schnüre, Sackerl, pharmazeutisches Material aus Biokunststoff gibt, liegt einzig am Preis. Doch auch da sind die österreichischen Forscher vor dem Durchbruch. Josef Glanz hat sich die Entwicklung, Erzeugung und die Möglichkeiten von Bioplastik für Newton angesehen.
Plastik in den Weltmeeren: Ein Müllhalde halb so groß wie Mitteleuropa
Forscher entdecken nach und nach die Ausmaße einer gigantischen Müllhalde aus Kunststoffrückständen im Pazifik zwischen Japan und Nordamerika. Etwa 2500 Kilometer soll der “Great Garbage Patch” im Durchmesser haben und das Meer auf eine Tiefe von bis zu 200 Metern mit Kunststoffresten verschmutzen. Woher der Müll im Detail kommt, ist Teil großangelegter Forschungsprojekte. Sicher ist, dass die Rückstände bereits schwere Auswirkungen auf die Meeresbiologie haben. Die Forscherteams sind sich nicht einig, ob der Schaden noch rückgängig gemacht werden kann. Markus Mooslechner hat mit ihnen über den Status quo der Weltmeere und mögliche Folgen für uns Menschen gesprochen.
Zur Webseite des ORF mit Infos zur Sendung:
http://tv.orf.at/newton
Kulturzeit, 3sat, 02.02.2010
Info zum Film “PLASTICPLANET”
Regisseur Werner Boote
Ausschnitt aus Global, arte, 05.02.2010
Über den Dominoeffekt von Plastikmüll
Webseite zum Film “Plastik-Planet”
http://www.plastic-planet.at/
YouTube-Kanal von Plastik-Planet:
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